Pünktlich zum Jahreswechsel hat das Land Mecklenburg-Vorpommern das im Rahmen der ersten Stufe der EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) notwendige Fallmanagement erfolgreich eingeführt. Auf Basis der inubit BPM-Suite wurde eine Komplettlösung zur elektronischen Abwicklung von Gewerbeanträgen realisiert. Diese umfasst sowohl den webbasierten und vollintegrierten Portal-Arbeitsplatz für den Einheitlichen Ansprechpartner (EA) als auch die Anbindung der Zuständigen Stellen (ZS) über ein Webfrontend.
Die eingeführte Lösung ermöglicht es Bürgern aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), Anträge zur Ausübung einer Gewerbetätigkeit aus der Ferne und auf elektronischem Weg abzuwickeln. Damit wird die Aufnahme und Ausübung von Dienstleistungen innerhalb der EU deutlich vereinfacht. Alle Anforderungen der EU-DLR in Bezug auf den Datenschutz sowie die rechtssichere Nachvollziehbarkeit der Kommunikation und des Datenaustausches werden dabei vollständig erfüllt.
In der Praxis empfängt das inubit-Fallmanagement Falldaten rechtssicher per Online Services Computer Interface (OSCI) aus einem externen elektronischen Antragsassistenten (Metaformular). Es unterstützt sowohl den EA als auch die ZS im weiteren Verlauf bei der prozessorientierten Abarbeitung der einzelnen Anträge – angefangen von der Zuständigkeitsprüfung bis hin zur Erteilung des Bescheides. Dabei erfolgt die Abwicklung komplett elektronisch und verhindert so fehlerträchtige Medienwechsel und zeitaufwändige Doppeleingaben von Antragsdaten. Die in Stufe 2 der EU-DLR geforderte vollständige Medienbruchfreiheit des Bescheidungsprozesses setzt inubit in einem weiteren Schritt durch die Integration relevanter Fachverfahren um. Über das integrierte Antragsmonitoring stehen den Anwendern bereits heute alle Informationen zur Statusverfolgung und Fristenkontrolle transparent zur Verfügung.
Norbert Ahrend (Aios Consulting), Gesamtprojektleiter in Mecklenburg-Vorpommern, ist vom Mehrwert der inubit Lösung überzeugt: „Das Thema Fallmanagement lässt sich exzellent mit einer BPM-Software umsetzen. Schließlich geht es darum, Prozesse über Workflows abzubilden und zu automatisieren. inubit konnte hierbei nicht nur mit einer leistungsfähigen Technologie, sondern auch mit breiten fachlichen Kenntnissen aufwarten – dies war für den Erfolg des Projektes und die termingerechte Realisierung der Landeslösung enorm wichtig.“
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